Zutrittsbereich mit Drehsperre und Tür mit Kartenleser, rechts hinter Glas die Flaschenbatterie einer Gaslöschanlage Symbolbild

Sie müssen Ihr Rechenzentrum gegen Brand und unbefugten Zutritt sichern? Dann sind Sie hier genau richtig.

Brandschutz und Zutrittskontrolle im Rechenzentrum

Physische Sicherheit schützt das, was keine Firewall abdeckt: Brandfrüherkennung, Löschanlagen, Zutrittskontrolle und Videotechnik. Wir stellen den direkten Kontakt zu Fachbetrieben für Planung, Errichtung und Prüfung in Deutschland, Österreich und der Schweiz her.

Unverbindlich · 7 Fragen zum Thema, etwa zwei Minuten · Danach persönlicher Kontakt

Zuletzt aktualisiert: · Normen, Fristen und Technikstand geprüft

Auf einen Blick

Brandschutz und Zutritt: die Eckdaten

Früherkennung
Ansaugrauchmelder nach EN 54-20 werten Luftproben aus Racks und Hohlräumen aus und erkennen Schwelbrände, bevor Rauch sichtbar wird.
Löschen oder verhindern
Inertgas löscht rückstandsfrei; eine Sauerstoffreduktion auf 13 bis 15 Vol.-% lässt ein Feuer gar nicht erst entstehen.
Zutritt
Üblich sind fünf Zonen vom Gelände bis zum Rack, jeder Übergang protokolliert. Rahmen ist EN 50600-2-5 mit Schutzklassen 1 bis 4.
Prüfpflichten
Brandmeldeanlagen vierteljährlich inspizieren und jährlich warten, Gaslöschanlagen jährlich mit Raumdichtheitsprüfung.
Löschgas-Rechner öffnen

Brandschutz im Rechenzentrum folgt einer Kette: Brandfrüherkennung über Ansaugrauchmelder entdeckt Schwelbrände, bevor Rauch sichtbar ist; eine Löschanlage mit Inertgas oder eine Sauerstoffreduktionsanlage verhindert, dass aus dem Schwelbrand ein Feuer wird; bauliche Abschottung hält Brände im Abschnitt. Die Norm EN 50600-2-5 beschreibt die physische Sicherheit von Rechenzentren in Schutzklassen 1 bis 4 und liefert den Rahmen für Zutrittskontrolle, Überwachung und Perimeterschutz.

Über das Netzwerk erreichen Sie geprüfte Fachbetriebe für Brandmelde- und Löschanlagen, Sauerstoffreduktion, Zutrittskontrolle, Videoüberwachung und Perimetersicherung. Sie beschreiben Ihr Vorhaben einmal, wir stellen den Kontakt zu bis zu drei Fachbetrieben her. Wartung und Prüfung der Anlagen finden Sie unter Service und Monitoring, die Auslegung neuer Flächen unter Neubau und Erweiterung.

Was sich bei Sicherheit und Brandschutz gerade ändert

Physische Sicherheit wird von zwei Seiten getrieben: von neuen Pflichten zur Cybersicherheit und Resilienz, die ausdrücklich auch Zutritt und Umgebung umfassen, und von der Batterietechnik in der Stromversorgung. Diese Übersicht hält den Stand fest, den wir bei der letzten Aktualisierung geprüft haben.

  • Rechtsrahmen 2026

    NIS-2 bringt Registrierung, Nachweise und harte Meldefristen

    Mit der NIS-2-Richtlinie und ihrer deutschen Umsetzung müssen betroffene Unternehmen sich beim BSI registrieren, ein Risikomanagement nachweisen und erhebliche Sicherheitsvorfälle innerhalb von 24 Stunden erstmelden, nach 72 Stunden bewerten und binnen eines Monats abschließend berichten; die Geschäftsleitung steht dafür persönlich in der Pflicht. Anbieter von Rechenzentrumsdiensten zählen ausdrücklich zur digitalen Infrastruktur. Zu den geforderten Maßnahmen gehört auch die physische Sicherheit: Zutrittskontrolle, Umgebungssicherheit und die Absicherung der Versorgungstechnik.

  • Rechtsrahmen 2026

    Physischer Schutz kritischer Anlagen rückt nach

    Rechenzentren ab 3,5 MW vertraglich vereinbarter Leistung gelten nach dem BSI-Gesetz als kritische Infrastruktur. Für den physischen Schutz solcher Anlagen — Risikoanalysen, Resilienzmaßnahmen, Nachweise gegenüber einer Behörde — ist ein eigenes Regelwerk in Vorbereitung, das die europäische Resilienzrichtlinie umsetzt. Betreiber in dieser Größenordnung sollten den Stand verfolgen und ihr Sicherheitskonzept so dokumentieren, dass es einer behördlichen Prüfung standhält.

  • Technikstand 2026

    Lithium-Ionen-Batterien verschieben den Brandschutz zur Vermeidung

    Mit dem Wechsel der USV von Blei auf Lithium-Ionen verlagert sich der Schwerpunkt vom Löschen zum Verhindern: Zellüberwachung, Gasdetektion, bauliche Trennung des Batterieraums, Abstände und häufig eine Sauerstoffreduktionsanlage. Grundlage ist VdS 3103; Versicherer und Brandschutzsachverständige fragen das Konzept inzwischen regelmäßig vor der Inbetriebnahme ab, ebenso die örtliche Feuerwehr. Wer den Batterietausch plant, plant das Brandschutzkonzept mit.

  • Technikstand 2026

    Fluorierte Löschmittel laufen aus

    Chemische Löschgase auf Fluorbasis stehen durch die F-Gase-Verordnung und die unter REACH diskutierte PFAS-Beschränkung unter Druck. Für Neuanlagen setzen Planer deshalb auf Inertgase oder Sauerstoffreduktion; für Bestandsanlagen wird die Nachfüllung zum kalkulatorischen Risiko, weil Verfügbarkeit und Preis des Löschmittels nicht mehr planbar sind. Vor der nächsten Wartung lohnt die Frage, was eine Wiederbefüllung nach einer Auslösung tatsächlich kosten würde.

  • Trend 2026

    Der Perimeter wird früher geplant und genauer geprüft

    Auditoren, Kunden und Versicherer fragen Zufahrtssicherung, Zaundetektion und die Auswertung der Videotechnik detaillierter ab als früher; an exponierten Standorten kommt die Frage nach unbemannten Luftfahrzeugen hinzu. In Neubauprojekten wandert der Perimeterschutz deshalb aus der Ausstattungsliste in die Standort- und Freiflächenplanung — dorthin, wo Zufahrten, Abstände und Sichtachsen noch veränderbar sind.

Stand der genannten Regelwerke ist das Datum der letzten Aktualisierung dieser Seite. Verbindlich sind der jeweils geltende Gesetzes- und Normenstand, das Brandschutzkonzept und die Auflagen von Behörde und Versicherer.

Das Zonenmodell: vom Gelände bis zum Rack

Zutritt wird nicht an einer Tür entschieden, sondern in Stufen. Jede Zone hat eigene Berechtigungen, eigene Technik und einen eigenen Protokolleintrag. Das Schema zeigt die fünf Stufen, die in Rechenzentren üblich sind.

Zonenmodell der Zutrittskontrolle im Rechenzentrum: fünf ineinanderliegende Zonen vom Gelände bis zum Rack Fünf ineinander verschachtelte Zonen. Zone 1 Gelände mit Zaun, Perimeterdetektion, Zufahrtssperre und Video. Zone 2 Gebäude mit Empfang, Ausweis und Besucherverwaltung. Zone 3 Flure und Technikräume mit Karte und PIN, Video und Protokollierung. Zone 4 IT-Fläche mit Vereinzelungsanlage, Mehr-Faktor-Zutritt und Protokollierung. Zone 5 Rack oder Käfig mit elektronischem Rackschloss. Zone 1 · Gelände Zaun, Perimeterdetektion, Zufahrtssperre, Video Zone 2 · Gebäude Empfang, Ausweis, Besucherverwaltung Zone 3 · Flure, Technikräume Karte und PIN, Video, Protokoll Zone 4 · IT-Fläche Vereinzelung, Mehr-Faktor, Protokoll Zone 5 · Rack Rackschloss Jeder Übergang wird protokolliert
Fünf ineinanderliegende Zonen vom Gelände über Gebäude, Flure und IT-Fläche bis zum einzelnen Rack. Je weiter innen, desto stärker die Prüfung: vom Zaun mit Perimeterdetektion über Empfang und Ausweis bis zu Vereinzelung, Mehr-Faktor-Zutritt und elektronischem Rackschloss. Jeder Übergang wird protokolliert.

Brandschutz Rechenzentrum: Leistungen im Überblick

Brandfrüherkennung mit Ansaugrauchmeldern

Ansaugrauchmelder saugen über Rohrsysteme permanent Luftproben aus Racks, Doppelboden und Deckenhohlraum an und erkennen Rauchpartikel lange vor einem sichtbaren Brand. In Rechenzentren ist das der entscheidende Zeitvorsprung, um betroffene Systeme abzuschalten, bevor die Löschanlage auslöst. Die Geräte sind nach EN 54-20 geprüft; die Aufschaltung auf Leitstelle und Feuerwehr gehört zur Auslegung.

  • Ansaugrauchmeldeanlagen mit Rohrnetz in Racks und Hohlräumen
  • Mehrstufige Alarmierung von Voralarm bis Löschauslösung
  • Aufschaltung auf Leitstelle, Feuerwehr und Monitoring

Löschanlagen mit Inertgas

Im IT-Bereich kommen Gaslöschanlagen mit Stickstoff, Argon oder deren Gemischen zum Einsatz, weil sie rückstandsfrei löschen und keine Hardware beschädigen. Die Auslegung nach DIN EN 15004 und VdS 2380 umfasst Raumdichtheit, Druckentlastungsöffnungen und die Geräuschminderung an den Düsen, damit Festplatten den Druckstoß unbeschadet überstehen. Regelmäßige Dichtheitsprüfungen sichern die Löschwirkung. Chemische Löschmittel auf Fluorbasis stehen durch F-Gase-Verordnung und PFAS-Beschränkung unter Druck; Inertgase sind davon nicht betroffen.

  • Inertgas-Löschanlagen mit Stickstoff oder Argon
  • Raumdichtheitsprüfung und Druckentlastung
  • Schallgedämpfte Düsen zum Schutz von Speichersystemen

Sauerstoffreduktion zur Brandvermeidung

Sauerstoffreduktionsanlagen senken den Sauerstoffgehalt im Raum dauerhaft auf 13 bis 15 Volumenprozent, je nach Schutzgut nach DIN EN 16750 und VdS 3527, sodass ein Feuer gar nicht erst entsteht. Der Raum bleibt für Personen begehbar, die Aufenthaltsregeln folgen dem Arbeitsschutz; die Technik läuft ungestört weiter. Das Verfahren eignet sich für hochverfügbare Flächen, Archive und Batterieräume mit Lithium-Ionen-Speichern und ersetzt oder ergänzt die klassische Löschanlage.

  • Dauerhafte Absenkung des Sauerstoffgehalts durch Stickstoff
  • Begehbare Räume bei laufendem Betrieb
  • Besonders geeignet für Batterieräume und hochverfügbare Flächen

Zutrittskontrolle und Vereinzelung

Zutritt wird zonenweise vergeben: vom Gelände über Gebäude und Technikräume bis zur weißen Fläche und zum einzelnen Rack. Vereinzelungsanlagen verhindern das Durchschlüpfen, Mehr-Faktor-Zutritt mit Karte, PIN und Biometrie sichert kritische Zonen, und die lückenlose Protokollierung macht jeden Zutritt nachvollziehbar. Rackschlösser mit Zutrittsanbindung schließen die Kette.

  • Zonenkonzept mit abgestuften Berechtigungen
  • Vereinzelung, Mehr-Faktor-Zutritt und Besucherverwaltung
  • Protokollierung, Auswertung und elektronische Rackschlösser

Video- und Perimeterschutz

Videotechnik überwacht Zufahrt, Außenanlagen, Eingänge und Technikbereiche und dokumentiert Ereignisse für Auswertung und Nachweis. Perimetersicherung mit Zaun, Detektion und Zufahrtssperren hält Unbefugte vom Gelände fern. Für Bauphasen lässt sich mobile Überwachung befristet mieten, bis die feste Technik steht.

  • Videoüberwachung nach Zonen mit Aufzeichnung
  • Perimeter- und Zaundetektion, Zufahrtssperren
  • Mobile Überwachungstechnik für Bauphasen

Löschen oder verhindern: Verfahren für IT-Flächen im Vergleich

Für die weiße Fläche kommen Verfahren in Frage, die rückstandsfrei arbeiten und die Hardware nicht beschädigen. Die Tabelle stellt sie mit ihren Auslegungsgrundlagen gegenüber.

Brandschutzverfahren für IT-Flächen nach Wirkprinzip, Norm und Einsatzbereich
Verfahren Wirkprinzip Auslegung nach Raum begehbar Typischer Einsatz
Inertgas mit Stickstoff oder Argon Sauerstoff im Brandfall so weit verdrängen, dass das Feuer erlischt DIN EN 15004, VdS 2380 nach der Flutung nur kurz, mit Räumungsalarm Standard für weiße Flächen und Technikräume
Sauerstoffreduktion Sauerstoffgehalt dauerhaft auf 13 bis 15 Vol.-% senken, ein Brand entsteht nicht DIN EN 16750, VdS 3527 ja, mit Aufenthaltsregeln nach Arbeitsschutz Flächen ohne Abschaltfenster, Archive, Batterieräume
Ansaugrauchmelder Luftproben aus Racks und Hohlräumen auswerten, Schwelbrand früh erkennen EN 54-20, DIN 14675 ja, kein Eingriff in den Raum Immer, als Auslösung und Frühwarnung vor allen anderen Verfahren
Wassernebel Feinste Tropfen kühlen und verdrängen Sauerstoff lokal VdS 3188, CEN/TS 14972 ja Nebenflächen, Kabelkanäle, Generatoren- und Trafobereiche
Chemisches Löschgas Chemische Reaktion in der Flamme unterbrechen DIN EN 15004 nein Bestandsanlagen; bei Neuanlagen wegen F-Gase-Verordnung und PFAS-Beschränkung rückläufig

Übersicht zur Orientierung. Welches Verfahren zulässig und wirtschaftlich ist, entscheidet das Brandschutzkonzept mit Behörde und Versicherer. Die Wartung der Anlagen beschreibt die Seite Service und Monitoring.

Zutrittszonen und ihre Technik

Das Zonenmodell aus dem Schema, ausformuliert: Welche Technik in welcher Zone üblich ist und was jeweils protokolliert wird.

Übliche Ausstattung der Zutrittszonen im Rechenzentrum
Zone Bereich Zutritt Überwachung Protokollierung
1 Gelände und Zufahrt Zufahrtssperre, Schranke, Anmeldung Zaundetektion, Video am Perimeter Kennzeichen, Zufahrtszeiten
2 Gebäude und Empfang Ausweis, Besucherverwaltung, Begleitung Video an Eingängen Person, Zeitpunkt, Begleitung
3 Flure und Technikräume Karte und PIN, getrennte Berechtigungen je Gewerk Video, Türkontakte, Einbruchmeldeanlage jede Tür einzeln
4 IT-Fläche Vereinzelung, Mehr-Faktor mit Karte, PIN oder Biometrie Video, Bewegungsmelder, Brandfrüherkennung jeder Zutritt mit Dauer
5 Rack oder Käfig elektronisches Rackschloss, Freigabe je Auftrag Video auf die Rackreihe, Türkontakt am Rack Öffnung je Rack und Auftrag

Übliche Ausprägung; welche Stufen nötig sind, richtet sich nach Schutzbedarf, angestrebter Schutzklasse nach EN 50600-2-5 und den Anforderungen von Kunden und Auditoren.

Wann Brandschutz und Zutritt im Rechenzentrum anstehen

Diese Anlässe führen am häufigsten zu einer Anfrage. Nennen Sie Ihren Anlass, dann stellen wir den Kontakt zu Fachbetrieben her, die genau diese Aufgabe kennen.

Zertifizierung oder Audit

EN 50600, ISO 27001 oder Kundenaudits verlangen Nachweise zu Zutritt, Brandschutz und Überwachung. Lücken im Zonenkonzept oder in der Protokollierung werden jetzt geschlossen.

Versicherer stellt Auflagen

Nach Risikobewertung fordert der Versicherer Brandfrüherkennung, Löschanlage oder Sauerstoffreduktion. Die Umsetzung senkt Prämie und Ausfallrisiko zugleich.

Löschanlage am Ende der Nutzungsdauer

Ältere Anlagen mit auslaufenden Löschmitteln oder ohne Druckentlastung werden erneuert. Der Wechsel auf Inertgas oder Sauerstoffreduktion steht an.

Neubau, Erweiterung oder Container

Neue Flächen brauchen ein Sicherheitskonzept von Beginn an, auch mobile Rechenzentren werden mit Brandschutz und Zutritt ausgestattet.

Vorfall oder Beinahe-Vorfall

Ein Schwelbrand, ein unbefugter Zutritt oder ein Fehlalarm zeigt Schwächen auf. Jetzt werden Detektion, Zonen und Alarmierung überprüft und nachgerüstet.

Rechner

Löschgas-Rechner: Gasmenge, Flaschenzahl und Restsauerstoff

Aus dem Raumvolumen schätzt der Rechner, wie viel Inertgas eine Löschanlage braucht, wie viele Flaschen das bedeutet und wie viel Sauerstoff nach der Flutung im Raum bleibt. Das macht früh sichtbar, wie viel Platz die Flaschenbatterie beansprucht.

Fläche mal lichte Höhe, einschließlich Doppelboden und Deckenhohlraum

Benötigtes Löschgas als Normvolumen
–m³
Flaschen in der gewählten Größe
–
Sauerstoff nach der Flutung
–Vol.-%
Stellfläche der Flaschenbatterie
–m²
Hinweis zur Alternative
–

Annahmen: Flutungsformel für Inertgase nach DIN EN 15004 und ISO 14520 bei 20 °C, Restsauerstoff aus der gewählten Konzentration, Flascheninhalt als Normvolumen, Stellfläche mit Rahmen und Bediengang. Richtwerte für das Erstgespräch: Die verbindliche Auslegung mit Raumdichtheit, Haltezeit, Druckentlastung und Düsenauslegung erstellt ein Fachplaner für Brandschutz, abgestimmt mit Behörde und Versicherer. Alle Rechner im Überblick: Rechner und Tabellen.

Beispielprojekte: Brandschutz und Zutritt im Rechenzentrum

Drei anonymisierte Beispiele zeigen, wie solche Vorhaben in der Praxis ablaufen: Ausgangslage, Lösung und Ergebnis. Die Eckdaten sind gerundet, die Beschreibungen anbieter- und herstellerneutral.

Löschanlage erneuert und Brandfrüherkennung ergänzt

  • 800 m² weiße Fläche
  • Inertgas statt chemischem Löschmittel
  • Umbau in vier Abschnitten
Ausgangslage
Die Löschanlage eines Rechenzentrums aus den 2000er-Jahren arbeitete mit einem chemischen Löschmittel, dessen Nachfüllung immer schwieriger wurde, und ohne Druckentlastung. Der Versicherer forderte zudem eine Brandfrüherkennung.
Lösung
Ein Fachbetrieb ersetzte die Anlage abschnittsweise durch eine Inertgas-Löschanlage mit Stickstoff, schallgedämpften Düsen und Druckentlastungsklappen und ergänzte Ansaugrauchmelder mit Rohrnetz in Racks und Doppelboden. Die Raumdichtheit wurde vor der Abnahme per Door-Fan-Test nachgewiesen.
Ergebnis
Die Fläche ist seither mit mehrstufiger Alarmierung geschützt, die Auflage des Versicherers erfüllt. Der Umbau lief in vier Abschnitten ohne Unterbrechung des IT-Betriebs.

Sauerstoffreduktion für Batterieräume mit Lithium-Ionen-Speichern

  • Zwei Räume mit je 120 m²
  • Sauerstoffgehalt 15 Volumenprozent
  • Nach DIN EN 16750 und VdS 3527
Ausgangslage
Mit dem Wechsel der USV auf Lithium-Ionen-Batterien verlangten Versicherer und Brandschutzsachverständiger ein Konzept, das ein Durchgehen der Zellen in den Batterieräumen von vornherein verhindert.
Lösung
Ein Fachbetrieb legte eine Sauerstoffreduktionsanlage aus, die beide Räume dauerhaft auf 15 Volumenprozent Sauerstoff hält, ergänzt um Ansaugrauchmelder, Gasdetektion und eine Zutrittsregelung mit Aufenthaltsbegrenzung nach den Vorgaben des Arbeitsschutzes.
Ergebnis
Die Batterieräume erfüllen die Anforderungen von Versicherer und Sachverständigem, der Betrieb der USV blieb während der Installation ununterbrochen. Die jährliche Prüfung ist im Wartungsvertrag verankert.

Zonenkonzept für die Zertifizierung nach ISO 27001

  • Fünf Zutrittszonen
  • Vereinzelung und Rackschlösser
  • Audit im ersten Anlauf bestanden
Ausgangslage
Ein Dienstleister wollte sein Rechenzentrum nach ISO 27001 zertifizieren lassen. Der Zutritt lief über eine Schließanlage mit Schlüsseln, Besucher wurden auf Papier erfasst, Racks von Kunden waren nicht einzeln gesichert.
Lösung
Ein Fachbetrieb für Zutrittskontrolle setzte ein Zonenkonzept mit fünf Stufen um: Gelände, Gebäude, Technikräume, IT-Fläche und Rack. Eine Vereinzelungsanlage sichert den Übergang zur IT-Fläche, Mehr-Faktor-Zutritt und elektronische Rackschlösser mit Protokollierung schließen die Kette; die Videotechnik wurde zonenweise ergänzt.
Ergebnis
Jeder Zutritt ist personenbezogen nachvollziehbar, Kunden erhalten Zutrittsberichte für ihre Racks. Das Zertifizierungsaudit wurde im ersten Anlauf ohne Abweichung im Bereich physische Sicherheit bestanden.

Die Beispiele sind anonymisiert und beschreiben typische Vorhaben. Firmennamen, Standorte und Produkte nennen wir nur mit Freigabe der Beteiligten.

Kostenfaktoren für Sicherheit & Brandschutz

Die Kosten für Brandschutz und Zutrittskontrolle richten sich nach Fläche, Schutzklasse und Anlagentyp. Diese Faktoren bestimmen jedes Angebot:

  • Zu schützende Fläche, Raumvolumen und Anzahl der Brandabschnitte
  • Anlagentyp: Inertgas-Löschanlage, Sauerstoffreduktion oder Kombination
  • Rohrnetz der Brandfrüherkennung in Racks, Doppelboden und Hohlräumen
  • Raumdichtheit, Druckentlastung und bauliche Nacharbeiten
  • Anzahl der Zutrittszonen, Türen, Vereinzelungsanlagen und Rackschlösser
  • Videotechnik: Kameras, Aufzeichnung und Perimeterdetektion
  • Aufschaltung auf Leitstelle, Feuerwehr und Monitoring
  • Prüfung, Abnahme und laufende Wartung durch Fachfirmen

Diese Angaben brauchen Anbieter für ein Angebot

Diese Angaben brauchen Fachbetriebe für Brandschutz und Zutritt für ein belastbares Angebot. Was Sie noch nicht wissen, klären wir im Rückruf.

  1. 01 Flächen und Räume mit Grundriss, Raumhöhe und Doppelboden
  2. 02 Bestehende Brandmelde-, Lösch- und Zutrittsanlagen mit Baujahr
  3. 03 Angestrebte Schutzklasse oder Zertifizierung, etwa nach EN 50600
  4. 04 Auflagen von Versicherer, Behörde oder Kunden
  5. 05 Anzahl der Zutrittszonen, Türen und Nutzergruppen
  6. 06 Zeitfenster für Umbauten im laufenden Betrieb

Häufige Fragen zum Thema Sicherheit & Brandschutz

Welche Löschanlage eignet sich für ein Rechenzentrum?

Für IT-Flächen sind Gaslöschanlagen mit Inertgasen wie Stickstoff oder Argon Standard, weil sie rückstandsfrei löschen und weder Hardware noch Personen gefährden. Sauerstoffreduktionsanlagen verhindern Brände dauerhaft und werden für hochverfügbare Flächen und Batterieräume eingesetzt. Wasserlöschanlagen bleiben Nebenflächen vorbehalten.

Was ist Sauerstoffreduktion und wann lohnt sie sich?

Eine Sauerstoffreduktionsanlage senkt den Sauerstoffgehalt der Raumluft mit Stickstoff dauerhaft auf etwa 15 Prozent. Bei diesem Wert entzünden sich die meisten Materialien nicht mehr, Personen können den Raum aber betreten. Sie lohnt sich für Flächen, die nie abgeschaltet werden dürfen, und für Batterieräume, in denen konventionelles Löschen schwierig ist.

Welche Normen gelten für Sicherheit im Rechenzentrum?

Die Reihe EN 50600, international ISO/IEC 22237, beschreibt Planung und Betrieb von Rechenzentren, Teil 2-5 die physische Sicherheit mit Schutzklassen 1 bis 4 für Zutritt, Einbruch, Brand und Umwelteinflüsse. Brandmeldeanlagen folgen DIN 14675 und DIN VDE 0833, Ansaugrauchmelder EN 54-20, Gaslöschanlagen DIN EN 15004 und VdS 2380, Sauerstoffreduktionsanlagen DIN EN 16750 und VdS 3527, Batterieräume mit Lithium-Ionen-Speichern VdS 3103. Für die Informationssicherheit ergänzen ISO 27001, der IT-Grundschutz des BSI und für Rechenzentrumsdienste die NIS-2-Pflichten die Anforderungen; Rechenzentren ab 3,5 MW gelten als kritische Infrastruktur nach BSI-Gesetz.

Wie viele Sicherheitszonen braucht ein Rechenzentrum?

Üblich sind vier bis fünf Zonen: Gelände, Gebäude, Flure und Technikräume, IT-Fläche und einzelne Racks oder Käfige. Jede Zone hat eigene Berechtigungen, und der Übergang in die nächste Zone wird protokolliert. EN 50600-2-5 ordnet Zonen und Schutzklassen einander zu, sodass sich die Auslegung am Schutzbedarf orientiert.

Wie oft müssen Brandmelde- und Löschanlagen geprüft werden?

Brandmeldeanlagen werden nach DIN VDE 0833-1 vierteljährlich inspiziert und jährlich durch eine Fachfirma gewartet, Gaslöschanlagen jährlich gewartet und dabei per Door-Fan-Test auf Raumdichtheit geprüft, Sauerstoffreduktionsanlagen nach Herstellervorgabe und VdS 3527. Je nach Prüfverordnung des Bundeslandes kommen wiederkehrende Prüfungen durch Prüfsachverständige hinzu, meist alle drei Jahre, dazu die Auflagen des Versicherers. Die Intervalle und Nachweise gehören in den Wartungsvertrag.

Was kostet eine Zutrittskontrolle für das Rechenzentrum?

Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Zonen, Türen und Nutzer, nach den eingesetzten Verfahren wie Karte, PIN oder Biometrie sowie nach Vereinzelungsanlagen und Rackschlössern. Vergleichbar werden Angebote mit einem Zonenkonzept und einer Türliste; beides erfragen wir vorab, damit die Partner auf gleicher Basis anbieten.

Anfrage zu diesem Thema

Kontakt zu Experten für Sicherheit & Brandschutz aufnehmen

Die Anfrage zu diesem Thema stellt nur Fragen, die die Fachfirmen für ein belastbares Angebot brauchen. Was Sie noch nicht wissen, lassen Sie offen. Wir klären es im Erstgespräch und stellen dann den direkten Kontakt zu bis zu drei Partnerfirmen in Ihrer Region her.

  1. 1Anlass
  2. 2Bereiche
  3. 3Schutzbereich
  4. 4Vorgaben
  5. 5Beauftragung
  6. 6Zeitpunkt
  7. 7Angebot
  8. 8Standort
  9. 9Rahmen
  10. 10Kontakt